Hallo Ralf,
schön dass du an den 2 Jahre alten Beitrag erinnerst. Es ist interessant den noch mal zu lesen.
Für mich sind ‚shared iPads‘ immer noch eine Fehlkonfiguration. Das ist schlimmer geworden, weil das iPadOS immer mehr Speicherplatz belegt, der den Benutzerprofilen der verschiedenen angemeldeten Apple Accounts fehlt. Jeder Benutzer legt beim Anmelden sein Profil an und das wird auch nicht gelöscht. Spätestens der dritte hat dann keinen Speicherplatz und kann nicht arbeiten. Apple empfiehlt auch ausdrücklich, wieder das selbe Gerät zu nehmen, wo das Profil schon drauf ist.
Zwar kann der Admin das Benutzerprofil vom MDM aus löschen, aber der neue Benutzer am Gerät kann die alten Profile der andern nicht löschen. Und welcher Admin hat das bei hunderten iPads im Blick?
Das Löschen würde gar nicht schaden, weil die Dateien beim Anmelden aus der iCloud runter geladen werden. Nur das WLAN oder Internet könnte kollabieren, wenn das die ganze Klasse macht.
Hier ist die Kleinstadt Schulträger. Die iPads sind nicht nur Shared, es sind auch 80 Einschränkungen drauf. In Jamf School wurde wild angekreuzt. Was der Admin nicht kennt, wurde eingeschränkt. Es gibt Einschränkungen, die den Austausch von Dateien zwischen verwalteten und nicht verwalteten Apps verbieten. Das heißt, eine Datei in der (nicht verwalteten) Dateien App kann nicht mit der (verwalteten) Calliope App geöffnet werden und umgekehrt. Ich habe dann in Jamf School die Stelle mit den Kreuzen als Foto an die Schule gegeben. Jetzt sind es nur noch 78 Einschränkungen. (Allerdings nur bei dem einen Koffer iPads, der nicht von der Stadt verwaltet wird, weil er von anderem Geld angeschafft wurde. Auf den städtischen iPads sind nicht einmal die Apps, die man braucht.)
Dass ich die Einschränkungen kenne geht natürlich nur, weil ich bei einem anderen Schulträger auf dem Dorf selbst Admin bin und die iPads dort verwalte. Natürlich sind die nicht ‚shared‘.
Das Problem liegt nicht bei Apple. Das Problem sind die Schulträger. Je größer die Anzahl der Schulen, desto besser wird die Digitalisierung verhindert. Natürlich muss so eine Zentrale die iPads wartungsfrei konfigurieren: Shared ohne Apple Accounts, ohne iCloud (nur Gastmodus) macht den Speicher nicht voll und 80 Einschränkungen. Die Schüler arbeiten damit für den Papierkorb. Und die Lehrer? Viele hatten noch nie ein iPad in der Hand und lassen die Schüler machen. Und niemand weiß, dass es auch anders geht, weil es immer so war.
Wahrscheinlich gibt es Bundesländer mit nur einem Schulträger. Da werden die Fördermittel für Digitalisierung zentral sachgerecht verwendet. So kommen iPads genau wie Calliope in Schulen, wo sie niemand bestellt hat. Und kommen nie bei den Schülern an. Digitalisierung ist nämlich abgeschlossen, wenn das Geld ‚abgerufen‘ wurde. Da gibt es solche Statistiken. Welche Bundesländer zuerst abgerechnet haben machen die beste Digitalisierung.
Die Lehrerfortbildungen sind schon eine gute Idee. Hier gab es eine für das MDM. Daran nahm kein Lehrer teil.
Also in der Schule mit der Calliope mini App auf dem iPad arbeiten habe ich mir abgewöhnt. Und ich habe außer von Ralf nie davon gehört, dass es dafür einen Bedarf gäbe.
Es gibt in der App immer mehr Editoren, die ich nicht kenne. Aber mit MakeCode gelingt schon gar kein fertiges Projekt. Blockly hat sich vorher längst aufgehängt. Was soll ich dann speichern? Wenn es nur aus 5 Blöcken besteht, sind die schneller neu gemacht als aus irgend einer Cloud geladen.
Die Realität ist, dass Schüler im Safari Spiele machen oder Videos gucken.
MakeCode ist trotzdem der einzige Editor, der für Calliope für mich in Betracht kommt. Aber auf Windows und für Erweiterungen nur v4.
In die Schule nehme ich einen gebrauchten Laptop mit. Der hat den entscheidenden Vorteil, dass er nicht ins Internet kommt. MakeCode habe ich vorher schon geladen, dann kann man damit Blöcke schieben und Calliope über USB koppeln.
Aber selbst für den einen Laptop-Arbeitsplatz fällt es schwer einen Schüler zu finden, der ein paar Blöcke vom Zettel abmalt und auf Calli:bot überträgt. Viel wichtiger ist die Leistungsfähigkeit des Laptop einzuschätzen, ob der für Spiele taugt.
Was war die Frage? Apple macht alles richtig, die iPads dürfen nur nicht als ‚shared‘ konfiguriert sein und die Einschränkungen sollte der Admin verstehen und verantwortungs-bewusst anwenden.
Die Calliope mini App funktioniert auch, sofern sie der Schulträger überhaupt installiert hat. Ob die Editoren in der App funktionieren, fällt nicht in die Verantwortung der Calliope gGmbH.
FG Lutz